
Bisher haben Gemeinden in der Region Elmshorn viele ihrer Vereine mit kleinen Beiträgen im Jahr unterstützt. Und zwar per unkompliziertem Dauerbeschluss. Geht es nach der Verwaltung des Kreises Pinneberg, ist damit jetzt Schluss. In den Dörfern regt sich Widerstand.
„Es ist doch kompletter Bürokratie-Irrsinn“, ärgert sich Stephan Kamp (SPD), der Finanzausschussvorsitzende von Klein Offenseth-Sparrieshoop. Seine Gemeinde – wie alle im Amt Elmshorn-Land – soll alle Dauerbeschlüsse für die Förderung von Vereinen aufheben. Dazu hat das Gemeindeprüfungsamt (GPA) des Kreises Pinneberg die Kommunen aufgefordert. Die Vereine sollen die Fördergelder künftig jedes Jahr neu beantragen müssen – Verwendungsnachweis inklusive. Für Beträge, die oft nur minimal sind.
Kritik aus Klein Offenseth-Sparrieshoop
Hinter dem Begriff „Dauerbeschluss“ verbirgt sich die simple Entscheidung einer Gemeinde, die örtlichen Vereine zu bezuschussen, ohne dass diese jedes Jahr einen neuen Antrag stellen müssen. „Wir sollen jetzt jedes Jahr den Gemeinderat, das Amt Elmshorn-Land und die Vereine beschäftigen. Was das an Zeit und Geld kostet, steht in keinem Verhältnis“ – und übersteige auch die oft kleinen Förderbeiträge, um die es geht, so Kamp.
Und der Aufwand ist nicht klein: Statt einer einfachen Auszahlung der Gelder soll – so beanstandet das Gemeindeprüfungsamt des Kreises Pinneberg – künftig jeder Verein jedes Jahr einen Antrag auf Förderung stellen. Der wandert dann durch den Gemeinderat. Dann geht der Antrag zum Amt Elmshorn-Land. Dort wird ein Bewilligungsbescheid ausgestellt. Erst dann dürfen die paar hundert Euro ausgezahlt werden.





