
Etwa 100 Kinder sind von der Insolvenz der AWO Wedel betroffen.
In Wedel (Kreis Pinneberg) eskaliert ein Streit zwischen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Stadt Wedel. Die AWO ruft deshalb für Montag (27.10.) zu einer Demonstration auf dem Rathausplatz auf. Die AWO wirft der Stadt vor, absichtlich eine Insolvenz zu verursachen, um einen günstigeren Träger für AWO-Kindertagesstätten zu finden.
Die AWO betreibt in Wedel vier Kitas mit etwa 100 Beschäftigten und gut 300 Kindern und musste kürzlich Insolvenz anmelden – aus ihrer Sicht aufgrund von gestrichenen städtischen Fördermitteln.
Stadt weist die Vorwürfe zurück
Die Stadt Wedel weist auf NDR-Anfrage diese Vorwürfe zurück. Sie argumentiert, dass Unregelmäßigkeiten bei der AWO aufgedeckt wurden, die eine Überprüfung der Abrechnungen notwendig machten. Dabei sei eine Forderung von mehr als einer Million Euro entstanden. Der Grund dafür laut der Stadt Wedel: die AWO habe ihre Mitarbeitenden teils zu hoch bezahlt. Die Stadt betont, dass der Trägerwechsel nicht aus Spargründen, sondern aufgrund finanzieller Unregelmäßigkeiten notwendig sei.





