
Das erwartete Wetterchaos im Kreis Pinneberg ist am Freitag ausgeblieben. Allerdings spürten die Auswirkungen vor allem Bahnfahrer. Wie es in den nächsten Tagen weitergeht.
Trotz starker Windböen und unterschiedlich heftigem Schneefall ist ein Wetterchaos im Kreis Pinneberg am Freitag, 9. Januar, ausgeblieben. Die Menschen waren offenbar vorbereitet, passten sich an, vermieden längere Aufenthalte im Freien. Die Folge: leergefegte Innenstädte, kaum Kunden in den Geschäften, Stille auf den Straßen. Schulen und Freizeiteinrichtungen blieben geschlossen, Veranstaltungen wurden abgesagt.
Dauerstress für Räumdienste im Kreis Pinneberg
Im Dauereinsatz waren vor allem diejenigen, die für freie Straßen und Gehwege sorgen und die Sicherheit etwa der Dächer auf öffentlichen Gebäuden garantieren mussten. Feuerwehr und Polizei dagegen hatten deutlich weniger Einsätze als befürchtet.
Viele Feuerwehrfahrzeuge im Kreis Pinneberg waren in Vorbereitung auf den Sturm mit Schneeketten ausgerüstet worden. Das ist eine Seltenheit. Foto: René Erdbrügger

Allein die Pendler, die auf die Bahn angewiesen waren, bekamen die Auswirkungen des ungewöhnlichen Wintertages voll zu spüren. Am Nachmittag kam der Bahnverkehr fast komplett zum Erliegen. Schließlich meldete auch die S-Bahn Hamburg, einen regelmäßigen Betrieb nicht mehr sicherstellen zu können, und verwies auf die Ansagen in den Bahnhöfen.
Ausnahmezustand bei der Bahn
Betroffen waren auch die AKN, die Deutsche Bahn und Nordbahn. Die Nordbahn hatte ihren Betrieb am Morgen gar nicht erst aufgenommen, die Deutsche Bahn stellte am Nachmittag ihren Betrieb im Süden Schleswig-Holsteins ein. Auch bei der AKN fuhren nur noch wenige Züge. Die Ausfallgründe: Schneeverwehungen und eingefrorene Weichen.
Wie es am Wochenende im Bahnverkehr weitergeht, ist noch unklar: Die Deutsche Bahn wies darauf hin, dass Fahrgäste wegen der Witterung noch bis mindestens Montag mit Behinderungen rechnen müssen. Die Busse fuhren dagegen schon am Freitag weitgehend nach Fahrplan; in den kommenden Tagen muss aber immer mal wieder mit witterungsbedingten Einschränkungen gerechnet werden.





