Shoppen ohne Feilschen: Warum der Barmstedter Kleidermarkt so entspannt ist

In den verschiedenen Räumen der Gottfried-Semper-Schule sind die angebotenen Waren sortiert aufgehängt.
In den verschiedenen Räumen der Gottfried-Semper-Schule sind die angebotenen Waren sortiert aufgehängt.Foto: Ben Sönnichsen

Kein Handeln, kein Wühlen, kein Stress: Der 32. Kinderkleidermarkt in Barmstedt hat gezeigt, wie entspannt Second-Hand-Shopping für über 21.000 Artikel funktionieren kann. Während das Team um ‚Orga-Anni‘ und ‚Orga-Steffi‘ im Hintergrund die Fäden zieht, profitieren Käufer von festen Preisen und einem cleveren Leitsystem.

Tausende Artikel, dutzende Helfer und ein Markt, der längst Tradition hat: Der Kinderkleidermarkt in Barmstedt lockte bei seiner 32. Auflage mit 21.968 angebotenen Waren und 138 Verkäufern zahlreiche Besucher an. Mehr als zehn ehrenamtliche Helfer sorgten in der Gottfried-Semper-Schule für einen reibungslosen Ablauf. Warum der Markt für Käufer praktisch und für Helfer eine Herzensangelegenheit ist.

Damit am großen Tag alles problemlos ablaufen konnte, waren Annika Seemann (33) und Stefanie Geißler (39) schon den kompletten Freitag mit dem Aufbau in der Schulstraße in Barmstedt beschäftigt. Genau dieser stressige Freitag wurde den beiden dann überraschend versüßt. „Eine Verkäuferin hat uns jeweils einen Hoodie mit der Aufschrift „Orga Anni“ und „Orga Steffi“ geschenkt. Da haben wir uns sehr gefreut.“

Die beiden Barmstedterinnen Annika Seemann (33) und Stefanie Geißler (39) sorgen dafür, dass alles glattläuft. Foto: Ben Sönnichsen

Die beiden Barmstedterinnen Annika Seemann (33) und Stefanie Geißler (39) sorgen dafür, dass alles glattläuft.

Die Planung geht aber weit über den Aufbau hinaus. Schon vor genau einem Jahr wurde die Gottfried-Semper-Schule angemietet. Gleichzeitig wurden die insgesamt 180 Verkäuferplätze online freigeschaltet. Schon einen Tag später waren mehr als 100 Plätze vergeben, insgesamt wurden es 138 Verkäufer. Die müssen am Samstag übrigens nicht groß mit möglichen Käufern handeln, sagt Seemann: „Die Verkäufer geben ihre Artikel vorher bei uns ab. Danach kennzeichnen wir die Artikel mit der dazugehörigen Verkäufernummer, sodass die Erlöse am Ende auch an die richtige Person gehen.“ 20 Prozent des Gesamterlöses gehen an soziale Einrichtungen in Barmstedt, was laut Seemann allen Beteiligten gut gefällt.

https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/shoppen-ohne-feilschen-so-entspannt-ist-barmstedts-kleidermarkt-50057036

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.