Sparkasse warnt: Diese Gefahren birgt das Cash Trapping

Kriminelle lassen sich immer raffiniertere Methoden einfallen, um an Geld von Bankkunden zu kommen, etwa am Geldautomaten. Was es mit dem sogenannten Cash Trapping auf sich hat.

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Die Sparkasse warnt vor den Gefahren des sogenannten Cash Trapping, dem „Bargeld abfangen“. Dabei handelt es sich um eine Form des Diebstahls am Geldautomaten, bei der Kriminelle eine Verblendung über dem Geldauswurf anbringen. Diese öffnet sich nicht, sobald das Geld im Schacht landet. Damit die Scheine nicht wieder automatisch eingezogen werden, ist die Verblendung an der Innenseite mit Klebefolie versehen. „Für Sie, den Kunden, wirkt alles so, als wäre der Automat kaputt. Wenn Sie den Automaten verlassen haben, entfernen die Täter die Blende und entnehmen das Geld“, schreibt die Sparkasse.

„Auch gut gesicherte Geldautomaten brauchen eine Technik, die funktioniert. Es kann also in Ausnahmefällen tatsächlich zu Problemen beim Geldabheben kommen“, schreibt die Sparkasse weiter. Öffnet sich die Geldausgabe nicht wie gewöhnlich, sollten Sie immer genau hinsehen – vor allem, wenn Ihnen der Automat auf dem Display keine Fehlermeldung anzeigt.

Diese Tipps hat die Sparkasse:

  • Überprüfen Sie den Geldauswurf und die Klappe der Ausgabe. Ziehen und rütteln Sie ruhig leicht daran, um zu sehen, ob eine Verblendung angebracht wurde.
  • Bleiben Sie auf jeden Fall beim Geldautomaten und benachrichtigen Sie einen Mitarbeiter der Sparkasse oder Bank. Bei Automaten in Außenbereichen rufen Sie die Filiale an.
  • Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie sich auch an die Polizei wenden.
  • Lassen Sie sich nicht von hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken oder ablenken.
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Die Sparkasse verweist darauf, dass sie viel tut, um Cash Trapping zu verhindern, dennoch würden Betrugsfälle aber immer wieder vorkommen. „An risikoreichen Standorten, etwa abseits einer Filiale, verfügen Automaten deshalb über spezielle Sicherungstechniken. Diese reichen von mechanischen Sicherungen bis hin zur Videoüberwachung. Durch Videoaufnahmen wurden bereits zahlreiche Täter auf frischer Tat ertappt“, hieß es weiter. Viele Automaten seien zudem mit einem neuen Geldauswurf ausgerüstet, der nicht so einfach abzudecken sei. Auch auf diese Weise lassen sich Betrugsfälle reduzieren.