Streit um Markenrechte: Elmshorns Flunkyball-Verein zieht vor Gericht

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Das Biersportevent hat eine große Fangemeinde. Seit zwölf Jahren gibt es die Weltmeisterschaft in Elmshorn. Sie lockt mehr als 3000 Besucher an.Archivfoto: Roolfs

Die Unterstützung war gewaltig und reichte bis ins EU-Parlament. 10.000 Euro stehen für die juristische Auseinandersetzung um den Begriff „Flunkyball“ zur Verfügung. So gehen Elmshorns Flunkyballer jetzt vor.

Der Markenrechtsstreit um den Begriff Flunkyball: Jetzt geht es vor Gericht. Wie Jonas Jensen, Vorsitzender des Elmshorner Flunkyballvereins, mitteilt, wurde das Spendenziel von 10.000 Euro erreicht. Jetzt könne rechtlich gegen die Markenregistrierung des Begriffs „Flunkyball“ vorgegangen werden.

Flunkyball-Markenrechte: Elmshorner Verein klagt

Hintergrund: Der Spielwarenhändler „GoMazing“ aus Nordrhein-Westfalen hatte sich die Markenrechte für den Begriff Flunkyball gesichert. Die Befürchtung in Elmshorn, wo seit zwölf Jahren die Flunkyball-WM ausgetragen wird: In Zukunft müssen für das Biersportevent Lizenzgebühren gezahlt werden. „GoMazing“-Geschäftsführer Matthias Mierau hatte diese Absicht bestritten. Es gehe dem Unternehmen darum, eine Marke für Zubehör und Merchandising aufzubauen.

Begriff Flunkyball soll dauerhaft geschützt werden

Auf diese Aussagen verlassen sich die Elmshorner keinesfalls. Mit dem Spendengeld finanziert der gemeinnützige Verein Löschungsanträge beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum sowie beim Deutschen Patent- und Markenamt. Ziel ist es, den Begriff dauerhaft als frei nutzbares Kulturgut zu sichern.

„GoMazing“ habe mehrere Marken rund um den Begriff Flunkyball eintragen lassen. Jensen: „Der Verein sieht darin den Versuch, eine seit Jahrzehnten frei gelebte Sport- und Festivalkultur zu kommerzialisieren. Flunkyball gehört niemandem – und damit allen.“

Markenrechtsstreit: Elmshorns Flunkyball-Verein zieht vor Gericht

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