Fiese Kreditfalle mit PostIdent-Trick
Plötzlich flattert ein Brief ins Haus oder eine Anfrage kommt per Mail: Sie sollen Ihre Identität per PostIdent bestätigen. Klingt harmlos – kann aber richtig teuer werden! Kriminelle nutzen das eigentlich sichere Verfahren, um Kredite über mehrere Tausend Euro im Namen ahnungsloser Opfer abzuschließen.

So funktioniert der Betrug
Die Masche ist raffiniert: Betrüger verschicken Briefe oder Nachrichten, die aussehen, als kämen sie von einer Bank. Darin fordern sie eine Identitätsprüfung per PostIdent. Auch auf Verkaufsplattformen schlagen die Täter zu. Dort verlangen sie vom Verkäufer einen Identitätsnachweis. Der Trick: Wer die Prüfung durchführt, bestätigt unwissentlich einen Kreditvertrag!
Das PostIdent-Verfahren ersetzt eine Unterschrift. Heißt: Betrüger können damit echte Verträge abschließen – inklusive Kreditauszahlung. Das Geld landet direkt bei den Tätern. Die Betroffenen merken den Betrug oft erst spät. Besonders heimtückisch: Die Anfrage wirkt alltäglich, wie eine Routineprüfung oder Sicherheitsmaßnahme.

So schützen Sie sich
Die Verbraucherzentrale warnt: Stammt eine Identitätsprüfung von unbekannten Dritten, sollten Sie sofort misstrauisch werden. Seriöse Banken fordern solche Prüfungen nicht über Dritte an. Auch bei Zeitdruck in der Mail oder ungewöhnlichen Links sollten Sie sofort abbrechen. So gehen Sie auf Nummer sicher:
- Führen Sie Identitätsprüfungen nur durch, wenn Ihnen der Anbieter bekannt ist.
- Prüfen Sie, welcher Anbieter im PostIdent-Verfahren angezeigt wird.
- Geben Sie keine TANs oder Codes weiter.
- Nutzen Sie Links und Apps nur über offizielle Bankseiten.
- Bei Unsicherheiten immer bei der Bank nachfragen.
Sind Sie auf die Masche hereingefallen, zählt jede Minute: Brechen Sie den Vorgang sofort ab und kontaktieren Sie Ihre Bank. Erstatten Sie zudem Anzeige bei der Polizei. Setzen Sie sich auch mit dem Anbieter in Verbindung, für den PostIdent durchgeführt wurde. Schnelles Handeln kann verhindern, dass ein Kredit ausgezahlt wird.
