Polizei warnt vor Betrug über WhatsApp

Bad Segeberg (ots) – Wieder ist es zu einem Betrugsversuch durch falsche Kinder über WhatsApp gekommen.

Am Freitag, den 29.07.2022, erhielt eine 79-Jährige aus Appen eine Nachricht einer ihr unbekannten Nummer. Angeblich würde es sich um die neue Nummer ihrer Tochter handeln, deren Handy heruntergefallen sei. Die falsche Tochter bat die Angeschriebene, eine eilige Überweisung für sie vorzunehmen. Aufgrund des kaputten Handy sei ihr dies selbst nicht möglich. Sie würde ihr das Geld am nächsten Tag zurücküberweisen.

Nach eigener Auskunft war die Seniorin bereits kurz davor, die Überweisung über 1.800 Euro auszuführen und wurde nur stutzig, da ihre vermeintliche Tochter sie zwischenzeitlich siezte. Auf Anraten ihrer echten Kinder erstattete die potentielle Geschädigte daraufhin Strafanzeige beim Polizeirevier Pinneberg.

Ein finanzieller Schaden ist nicht eingetreten.

Auffällig ist, dass die Betrüger ihre Opfer unter dem Vorwand der finanziellen Notlage zu Sofort- bzw. Echtzeitüberweisungen drängen. Hierbei besteht keine Chance auf eine Rückbuchung.

An dieser Stelle weist die Polizei darauf hin, sensibel mit Nachrichten unbekannter Rufnummern umzugehen. Erteilen Sie Unbekannten keine Auskünfte über Ihre finanzielle Situation, geben Sie weder persönliche Daten noch Kontoverbindungen preis und gehen Sie niemals auf finanzielle Forderungen per SMS, Mail oder Anruf ein.

Ein persönlicher Kontakt zu einem Angehörigen kann schnell Aufklärung darüber verschaffen, ob es sich um einen Betrug handelt.

Sollte es dennoch bereits zu einer Überweisung gekommen sein, wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihre Bank, um den Geldfluss zu stoppen und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.