Fast jeder kennt die obligatorische SMS, die mitteilt, dass das Datenvolumen aufgebraucht ist. Doch wieso kommt diese auch, wenn man gerade im WLAN ist? Wird also trotz WLAN-Verbindung Datenvolumen verbraucht? Ja! TECHBOOK verrät, wie viel und wie Sie das verhindern können.
Datenvolumen-Verbrauch im WLAN beim iPhone
Besitzer von Apple-Smartphones können den Verbrauch, gut versteckt, in den Einstellungen ablesen. Im Menüpunkt „Mobilfunk“ scrollen Sie ganz nach unten. Dort finden Sie die Option „WLAN-Unterstützung“, die standardmäßig auf dem iPhone aktiviert ist. Bei schwachem WLAN-Signal werden also automatisch auch mobile Daten hinzugezogen. Wer regelmäßig über schwaches WLAN verfügt und Datenvolumen sparen möchte, sollte diese Funktion mit einem Klick auf den grünen Schieber auf jeden Fall deaktivieren, um keine böse Überraschung zu erhalten.
Datenvolumen-Verbrauch im WLAN bei Android
Android selbst sieht eine Funktion wie beim iPhone nicht vor. Beim Verdacht, dass zu viel Datenvolumen trotz WLAN verbraucht wird, hilft nur, die mobilen Daten im WLAN komplett zu deaktivieren. Besitzer von Samsung-Smartphones haben in den Einstellungen jedoch die Möglichkeit eine WLAN-Unterstützung zu deaktivieren. Diese Option stammt vom Hersteller selbst und heißt „Automatisch zum mobilen Netzwerk verbinden“. Zu finden ist die Funktion unter „Einstellungen“ -> „WLAN“ -> „Erweitert“.
Hoher Verbrauch obwohl meistens im WLAN
Falls Sie sich trotzdem wundern, dass viel Datenvolumen verbraucht wird, obwohl Sie Ihr Gerät fast ausschließlich im WLAN nutzen, kann das mit Uploads zusammenhängen. Wer beispielsweise seine Fotos in der Cloud speichert, muss aufpassen, dass nicht jedes Foto automatisch in den Online-Speicher geladen wird. Diese Option ist bei den meisten Geräten aktiviert und verbraucht je nach Anzahl der geschossenen Fotos jede Menge Datenvolumen.
Mobilfunkanbieter verbrauchen keine Daten im WLAN
TECHBOOK hat bei Mobilfunkanbieter nachgefragt, ob auch im WLAN Datenvolumen verbraucht wird. Volker Petendorf, Konzernsprecher von Vodafone, gibt hier Entwarnung: „Datenvolumen aus dem Mobilfunkvertrag wird nicht verbraucht, wenn der Kunde mit seinem Smartphone oder Tablet in einem WLAN-Netz eingebucht ist.“ Telefonica verweist ebenfalls darauf, dass lediglich über die von uns beschriebenen Varianten Daten verbraucht werden.
Handys warnen automatisch bei Betrugsanrufen

Jetzt wird’s ernst für Telefon-Betrüger! Nach Vodafone hat nun auch die Deutsche Telekom ein automatisches Warnsystem gestartet, das Handynutzer vor fiesen Abzock-Anrufen schützen soll. Der neue „Call Check“ ist ab sofort für alle Kunden aktiv – ohne Anmeldung, ohne Extra-App.
So funktioniert’s! Sobald im Telekom-Netz ein Anruf eingeht, dessen Nummer in einer Datenbank als unseriös oder sogar betrügerisch geführt wird, erscheint ein unmissverständlicher Hinweis auf dem Display: „Vorsicht: Betrug möglich!“ Ein klarer Warnschuss, bevor der Anrufer überhaupt loslegen kann.
Der Konkurrent Vodafone hat sein Warnsystem bereits im Mai scharfgestellt – und das Ding läuft heiß! 50 Millionen Mal schlug der Spam-Scanner seitdem schon Alarm. Trotzdem nehmen noch etwa 12 Prozent den gefährlichen Anruf an. Und bei anonymen Rufnummern greifen sogar 60 Prozent der Menschen zum Hörer.
Dabei zeigt die Statistik: Wer den Warnhinweis sieht, legt blitzschnell wieder auf. Laut Vodafone dauerten 90 Prozent dieser Gespräche weniger als eine halbe Minute. Ein gutes Zeichen – die meisten haben offenbar sofort Verdacht geschöpft, bevor der Betrüger seine Masche auspacken konnte.
Die Abzock-Anrufe stammen nicht nur aus Deutschland. Besonders häufig klingelt es aus den Niederlanden, Österreich, Italien und Großbritannien.
Cyber-Sicherheitschef Marc Atkins von Vodafone mahnt: „Betrüger sind oft sehr geschickt darin, Vertrauen aufzubauen – sei es durch vermeintliche Gewinnspiele oder Umfragen.“ Ihr Ziel sei klar: sensible Daten wie Bankinformationen oder Passwörter zu ergattern. Atkins warnt eindringlich: „Seien Sie skeptisch und geben Sie keine persönlichen Daten am Telefon preis.“
Und o2? Noch immer Fehlanzeige! Der dritte große Netzbetreiber in Deutschland hat bislang kein eigenes Betrugswarnsystem aktiviert – seine Kunden müssen also weiter ohne automatische Schutzanzeige auskommen.
