Für Butter müssen die Konsumenten wieder tiefer in die Taschen greifen. (Foto: picture alliance / ABBfoto)
Im vergangenen Jahr fiel der Butterpreis in Deutschland zeitweise unter einen Euro. Jetzt geht es wieder nach oben. Die Lebensmittelhändler führen dafür besonders einen Grund an.
Butter wird für Verbraucher in Deutschland nach längerer Zeit erstmals wieder teurer. Discounter und Supermärkte haben ihre Preise erhöht. Das ergab eine Umfrage unter großen Lebensmittelhändlern. Ein 250-Gramm-Päckchen Deutscher Markenbutter der Eigenmarken kostet jetzt 1,19 Euro statt bisher 99 Cent.
Aldi Nord und Lidl begründeten den Schritt auf Nachfrage mit steigenden Einkaufspreisen. Eine Sprecherin von Kaufland sagte: „Unsere Preisgestaltung orientiert sich unter anderem an der jeweiligen Marktsituation, am Wettbewerb sowie an Angebot und Nachfrage.“ Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet.
Bei Butter hatte es zuletzt große Preisschwankungen gegeben. Ab Oktober 2024 mussten Kunden für das günstigste Päckchen der Eigenmarken 2,39 Euro zahlen – so viel wie noch nie. Ursache waren kleinere Milchmengen, die Landwirte lieferten, und ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch. Die Blauzungenkrankheit führte bundesweit zum Einbruch der Milchleistung bei betroffenen Tieren.
Obwohl es auch in der Bahnhofshalle kalt ist, kommen die Gäste der Bahnhofsmission täglich, um Gemeinschaft zu erleben.Foto: Anna Goldbach
Früher brauchten sie Hilfe beim Umsteigen, heute ein Mittel gegen Einsamkeit. Die Klientel der Bahnhofsmission Elmshorn hat sich verändert, sucht Gesellschaft, kein Gleis. Dass die Geburtsdaten der Gäste abgefragt werden, hat allerdings ernstere Gründe als das Feiern von Geburtstagen.
„Kommst du mit eine rauchen?“ Der Mann, der fragt, ist ein bekanntes Gesicht am Holstenplatz 2 in Elmshorn. Er grinst, hat die selbst gedrehte Zigarette schon in der Hand, scherzt, ist neugierig, sucht Gesellschaft. Den Kopf in das kleine Kabuff gesteckt, das von einem Schreibtisch und ein paar Stühlen fast ausgefüllt ist, wartet er auf Antwort. Und natürlich findet sich jemand, der mitgeht.
Kaffee, ein offenes Ohr und Gesellschaft beim Rauchen: 50 bis 70 Menschen suchen pro Öffnungstag Schutz in den Räumlichkeiten der Bahnhofsmission Elmshorn. Foto: Anna Goldbach
Denn die Bahnhofsmission in Elmshorn, eine von zehn solcher Einrichtungen in Schleswig-Holstein, will das bieten: Gesellschaft, Miteinander. Sie gibt Halt, wo das System versagt. Das Kabuff und die danebenliegenden Tischgruppen in der Bahnhofshalle schützen vor mehr als Wind und Wetter, Schnee und Frost, Hitze und Durst. Die Menschen, die dort arbeiten, sind Ansprechpersonen und Vertraute für all jene, die sonst niemanden haben.
Die Freiwillige Feuerwehr Bokholt-Hanredder hat eine AED-Gruppe ins Leben gerufen: Wehrführer Matthias Adam (von links), die Gruppeleiter Jan Voß und Bennet Martens sowie der stellvertretende Wehrführer Christoffer Sühlsen.Foto: Sühlsen/FF Bokholt-Hanredder
In Bokholt-Hanredder unterstützt die Feuerwehr den Rettungsdienst nun mit einer neuen AED-Gruppe bei Reanimationen. Ihr Einsatz soll die Überlebenschancen steigern. Das unterscheidet die Helfer von First Respondern.
Dass besonders auf dem Land abseits der Städte, wo in der Regel Rettungswagen stationiert sind, freiwillige Feuerwehren bei medizinischen Notfällen erste Hilfe leisten, ist mittlerweile keine Besonderheit mehr. In Ellerhoop und Langeln sind diese sogenannten First Responder längst etabliert. Nun schickt sich in der Freiwilligen Feuerwehr Bokholt-Hanredder eine dritte Wehr an, den hauptamtlichen Rettern im Falle eines Falles unter die Arme zu greifen. Am Montag (2. März) ist dort die AED-Gruppe an den Start gegangen. Der stellvertretende Wehrführer Christoffer Sühlsen erklärt deren Aufgabe und Ausrüstung sowie den Unterschied zu First-Responder-Einheiten.
Wer macht mit?
Die neue AED-Gruppe umfasst zwölf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bokholt-Hanredder. „Sie haben sich freiwillig gemeldet, diese Aufgabe zusätzlich zu den normalen Feuerwehraufgaben zu übernehmen“, erläutert Sühlsen. Hierzu seien die Frauen und Männer im Umgang mit dem Automatisierten Externen Defibrillator ebenso geschult worden wie in erweiterter Erster Hilfe. Geleitet wird das Team von Bennet Martens und Jan Voß.
Welche Ausrüstung haben die Helfer?
Materialtechnisch habe man sich weiterentwickelt und an die Herausforderungen angepasst, so Sühlsen. Dazu gehört in erster Linie ein neuer Automatisierter Externer Defibrillator (AED). Dieser stellt über zwei am Oberkörper angeklebte Elektroden fest, ob der Patient noch einen Kreislauf hat oder ob das Herz stillsteht oder nur noch flimmert. Ist letzteres der Fall, gibt der AED einen Strom ab, um das aus dem Rhythmus gefallene Herz wieder „einzufangen“ und eine Wiederbelebung zu ermöglichen. Außerdem habe die Feuerwehr ihre Ausrüstung mit Materialien zur Atemwegssicherung ergänzt. „Neu ist jetzt auch unser Notfallequipment für Kinder“, sagt Sühlsen. Die Gemeindevertretung habe zugestimmt, dass die Feuerwehr dieses Aufgabenfeld mit übernimmt.
Diese Ampel entschärfte 2017 einen Unfallschwerpunkt in Groß Offenseth-Aspern. Bis sie wieder Strom hat, regelt eine provisorische Anlage an der Kreuzung von Hauptstraße, Dorfstraße und K18 den Verkehr.Foto: Florian Sprenger
Nach einem Unfall ist die Ampel an einem Ex-Unfallschwerpunkt bei Barmstedt außer Betrieb. Die endgültige Reparatur wird noch einige Tage dauern. Was das für die Gemeinde Groß Offenseth-Aspern bedeutet.
Die Kreuzung von Hauptstraße, Dorfstraße und Kreisstraße 18 in Groß Offenseth-Aspern war lange ein Unfallschwerpunkt. Entschärft wurde die Gefahr, als 2017 langem Hin und Her eine Ampel gebaut wurde. Davor war die Kreuzung nur mit Stoppschildern gesichert. Das ist bis vor wenigen Tagen wieder der Fall gewesen. Denn aufgrund eines Unfallsschadens ist die Ampel außer Betrieb – was nicht nur Autofahrer auf der Durchfahrt, sondern auch die Dorfbewohner deutlich zu spüren bekommen. Erst seit dem 5. März regelt wieder eine provisorische Anlage den Verkehr.
Stromkasten der Ampel bei Unfall zerstört
Die eigentliche Ampel ist aus, weil der dazugehörige Stromkasten bei einem Unfall am 25. Februar zerstört worden war. Beim Abbiegen war ein Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen den Kasten geprallt. Dabei wurde dieser aus der Halterung gerissen. Erst wenn der Stromkasten erneuert wird, kann die Ampel wieder angeschaltet werden.
Darum ist die Kreuzung ein Ex-Unfallschwerpunkt
Bevor die Ampel im Juli 2017 gebaut wurde, war die zuvor nur mit Stoppschildern gesicherte Kreuzung von Hauptstraße, Dorfstraße und Kreisstraße 18 in Groß Offenseth-Aspern von der Polizei jahrelang als Unfallschwerpunkt eingestuft worden. Allein im Jahr 2015 hatte es an der Kreuzung neun Unfälle mit Verletzten gegeben. Bei vier weiteren Unfällen waren alle Beteiligten unverletzt geblieben.
Eine der häufigsten Unfallursachen waren damals laut Polizei Barmstedt Abbiegemanöver, bei denen ein entgegenkommendes Fahrzeug übersehen wurde. Als Nächstes folgte die missachtete Vorfahrt. Nach dem Ampelbau war die Zahl der Unfälle zurückgegangen.
Passieren soll das am 17. März – also drei Wochen nach der Zerstörung des Stromkastens. Das hat der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Schleswig-Holstein auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt. Dieser ist zuständig, weil es sich bei der Kreuzung – bis auf eine Ausnahme – um Landesstraßen handelt. Bis dahin soll die provisorische Ampelanlage den Unfallschwerpunkt sichern.
Provisorische Ampel sichert Kreuzung
„Drei Wochen oder länger bis zur Reparatur, das ist an einer so unfallträchtigen Kreuzung nicht zumutbar“, kritisiert derweil Groß Offenseth-Asperns Bürgermeister Wolfgang Paß (FWG). Seiner ersten Information nach sollte die Erneuerung des Stromkastens nur fünf Tage dauern. Auch dass das Provisorium erst am 5. März aufgestellt wurde, sei seiner Ansicht nach viel zu spät.
Dorfidylle in Haselau: Wachstum? Nur sehr moderat: 956 Einwohner im Jahr 1981, 45 Jahre später 1132. Das ist zwar ein Zuwachs, aber ein sehr moderater, weil die Infrastruktur es kaum hergibt. Einen Supermarkt gibt es nicht.Foto: Manu Schmickler
Der Kreis Pinneberg wächst – besonders direkt an der Grenze zu Hamburg und in den Städten. Aber wie sieht es in den Dörfern aus?
Die letzte Gaststätte hat vor ein paar Tagen geschlossen. Einen kleinen Lebensmittelladen gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Der letzte Bus fährt um 17 Uhr. Aber abends ist hier ohnehin nichts mehr los. Sterben kleine Dörfer im Kreis Pinneberg langsam aus, weil das Leben in den Städten bequemer und einfacher zu sein scheint? Klare Antwort: Nein.
Bevölkerung im Kreis Pinneberg: Wachstum und Rückgang
Grundsätzlich gilt: Die Bevölkerung im Kreis Pinneberg wird größer. Aber während Städte wie Elmshorn und Pinneberg eher wachsen, schrumpfen einige Dörfer. Ein Beispiel ist das bei Familien beliebte Klein Offenseth-Sparrieshoop. Das hatte 2022 noch 3186 Einwohner, Ende 2025 waren es 3076. Quelle für die historischen Zahlen ist das Statistikamt Nord, für die aktuellen der Kreis Pinneberg.
Wie kommt es zu diesen Schwankungen? Und was können Gemeinden tun? Teike Scheepmaker, Stadt- und Regionalplaner beim Kreis Pinneberg, erklärt es.
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.