Kein Platz mehr: Raboisenschule zieht mit Außenstelle in Elmshorner Gewerbepark

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Die Raboisenschule in Elmshorn ist ein Förderzentrum des Kreises Pinneberg, in dem zurzeit 197 Schülerinnen und Schüler zwischen sechs und 18 Jahren unterrichtet und betreut werden. 60 Mitarbeiter sind vor Ort tätig.Foto: Brameshuber

Die Außenstelle im Heinrich-Hertz-Gewerbepark ist eine Notlösung. Der Kreis plant ein gewaltiges Projekt in Elmshorn, von dem die Raboisenschule profitieren wird.

Immer mehr Schüler, aber kein Platz mehr. Die Raboisenschule in Elmshorn, hier werden 197 Jungen und Mädchen mit geistigen und körperlichen Handicaps unterrichtet und betreut, stößt schon lange an ihre räumliche Kapazitätsgrenze. Die Einrichtung in der Verantwortung des Kreises Pinneberg kann die bis zu 30 Schüler, die zum Start des neuen Schuljahres 2026/27 aufgenommen werden müssten, nicht mehr am aktuellen Standort unterbringen. Die Lösung: Die Raboisenschule eröffnet eine Außenstelle im Heinrich-Hertz-Gewerbepark in Elmshorn.

Der Schulausschuss des Kreises hat der Außenstelle bereits zugestimmt. Die endgültige Entscheidung fällt am 29. April im Kreistag. Die Raboisenschule geht davon aus, dass akut Platz für mindestens drei Klassen benötigt wird, mittelfristig sogar für fünf bis sechs Klassen. Hinzu kommen noch Förder- und Pflegräume.

https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/kein-platz-mehr-raboisenschule-zieht-in-elmshorner-gewerbepark-50511639

21-Euro-Deutschland-Ticket für Schüler: Warum dem Kreis Pinneberg die Zeit wegläuft

Für Schüler, wie Redaktions-Praktikantin Johanna Larusson aus Rellingen, bietet das Deutschlandticket viel Mobilität – nicht nur auf dem Schulweg sondern auch in der Freizeit.
Für Schüler, wie Redaktions-Praktikantin Johanna Larusson aus Rellingen, bietet das Deutschlandticket viel Mobilität – nicht nur auf dem Schulweg sondern auch in der Freizeit.Foto: Cornelia Sprenger

Das 21-Euro-Schülerticket für den Kreis Pinneberg: Was als Vereinfachung gedacht war, hat zu einer festgefahrenen Debatte geführt. Die Zeit drängt, doch eine Einigung ist vor der Deadline ungewiss.

Ein Schüler-Deutschlandticket für einen einheitlichen Preis von 21 Euro: Wenn die Politiker das noch für das kommende Schuljahr im Kreis Pinneberg umsetzen wollen, wird die Zeit langsam knapp. Spätestens im Kreistag am 25. April muss eine Entscheidung fallen. Nur: Die Kreis-Politiker tun sich ungewöhnlich schwer damit.

Kostenersparnis gegen soziale Härten beim Schülerticket

Das liegt vor allem an den vielen Argumenten, „die alle etwas für sich haben“, wie es der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Stahl ausdrückt. Da ist die Sicht der Kreisverwaltung, die mit dem einheitlichen Ticket Bürokratie reduzieren und Geld im Kreishaushalt einsparen will.

Bisher entscheidet die Entfernung zur Schule darüber, ob das Ticket für Familien kostenfrei ist oder 43 Euro kostet. Die Kreisverwaltung sieht im 21-Euro-Modell eine Chance, die komplizierte Einzelfallprüfung abzuschaffen und den Haushalt zu entlasten – man rechnet mit Mehreinnahmen zwischen 273.000 und 360.000 Euro.

Demgegenüber steht die scharfe Kritik der Schüler- und Elternvertreter. Sie warnen vor einem „Rückschritt bei der Bildungsgerechtigkeit“. Der Grund: Auch Familien mit geringem Einkommen oder vielen Kindern müssten künftig pro Kind 21 Euro zahlen, sofern sie keine Sozialleistungen beziehen. Nur in Härtefällen soll der Eigenanteil nach Prüfung erstattet werden.

https://www.shz.de/lokales/pinneberg-schenefeld/artikel/deutschland-ticket-fuer-schueler-kreis-pinneberg-laeuft-zeit-weg-50514479

Altes Rathaus: SPD setzt auf Dritte

Denkmalgeschützter Leerstand mitten in der Innenstadt wäre „Katastrophe“

Private Unternehmen haben aufgrund steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten bessere finanzielle Möglichkeiten als die Stadt, ein denkmalgeschütztes Gebäude wie das Rathaus für eine Nachnutzung fit zu machen. Doch die Zeit, geeignete Konzepte und Investoren zu finden, drängt. (Foto: Strandmann/Archiv)

Private Unternehmen haben aufgrund steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten bessere finanzielle Möglichkeiten als die Stadt, ein denkmalgeschütztes Gebäude wie das Rathaus für eine Nachnutzung fit zu machen. Doch die Zeit, geeignete Konzepte und Investoren zu finden, drängt. (Foto: Strandmann/Archiv)

Elmshorn (rs)  Die CDU hatte das Thema kürzlich wieder aufgebracht. Was soll aus dem jetzigen, denkmalgeschützten Rathaus werden, wenn die Verwaltung in einigen Jahren ausgezogen ist?
Jetzt hat sich die SPD positioniert.  Die Sozialdemokraten plädieren für eine zukünftige Nutzung durch Dritte ohne Beteiligung der Stadt. In die nächste Sitzung des Hauptausschusses bringen sie zudem den Antrag ein, die Stadtverwaltung mit der Entwicklung eines zweistufigen Verfahrens zu beauftragen: 

https://www.holsteiner-allgemeine.de/versteckte-seiten/detailansicht-news/altes-rathaus-spd-setzt-auf-dritte.html

Ampel-Debatte in Barmstedt: Politik will Entscheidung des Kreises Pinneberg nicht hinnehmen

Auf der Moltkestraße herrscht bei Grün freie Fahrt.
Auf der Moltkestraße herrscht bei Grün freie Fahrt.Foto: Michael Bunk

Der Kreis Pinneberg lehnt die beantragte Nachtabschaltung der Ampel im Bereich Pinneberger Landstraße und Moltkestraße ab. Die Politik in Barmstedt will Widerspruch einlegen. Das ist die Begründung.

In der Barmstedter Politik regt sich Widerstand gegen den Kreis Pinneberg. Diesmal nicht über die Höhe der Kreisumlage, sondern gegen eine Absage aus dem Fachdienst Verkehr. Es geht um die Ampel an der Einmündung der Pinneberger Landstraße in die Moltkestraße. Die frühere Nachtabschaltung gibt es dort seit der Sanierung der Lichtzeichenanlage im Frühjahr 2025 nicht mehr. Sehr zum Leidwesen vieler Anwohner, die sich über blendendes Licht in den Abend- und Nachtstunden sowie trotz freier Straße zum Warten gezwungener Autos und deren Lärm und Abgasen beschweren.

Darum soll die Ampel in Barmstedt nachts in Betrieb sein

Der Kreis Pinneberg hat nun aber die von der Stadt Barmstedt beantragte Nachtabschaltung final abgelehnt. Der Fachdienst Straßenbau und Verkehr argumentiert mit einer Vorgabe der Straßenverkehrsordnung, nach welcher Ampeln „in der Regel“ auch nachts in Betrieb gehalten werden sollten. Ein Ausschalten sei „nur dann zu verantworten, wenn eingehend geprüft ist, dass auch ohne Lichtzeichen ein sicherer Verkehr möglich ist.“

https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/streit-um-ampel-in-barmstedt-stadt-soll-widerspruch-einlegen-50514654

Nach AfD-Kritik: Elmshorner Felix Nieder zeigt Hasskommentare an – erste Täter verurteilt

Die CDU in Schleswig-Holstein fordert eine Klarnamenpflicht für soziale Medien. Damit soll Hass und Hetze im Internet eingedämmt werden.
Gerade queeren Menschen begegnet im Internet viel Hass. Selbst eine Regenbogenfahne bringt schon Beleidigungen, Gewalt- oder sogar Morddrohungen. Der Elmshorner Felix Nieder hat sich nun gewehrt. Mit Erfolg.Foto: imago images/photothek

Nachdem der Elmshorner Felix Nieder die AfD-Vorsitzende Alice Weidel kritisiert hatte, hagelte es Beleidigungen und Drohungen. Er wollte das nicht hinnehmen und brachte die Straftaten zur Anzeige. Das waren die Folgen.

Wer sich online gegen Rechtsradikalismus positioniert, lebt gefährlich. Ein Hamburger Café, das eine Regenbogen-Markise aufhängt, wird im Netz mit Hass überzogen. Auch wenn es um die AfD geht, sind Beleidigungen und Drohungen keine Ausnahme. So hatte ein Schulleiter etwa einem seiner Schüler ein Praktikum in der AfD-Landtagsfraktion in Brandenburg verwehrt. Die Partei prangerte den Fall öffentlich an – und der Schulleiter wurde in sozialen Netzwerken beleidigt und bedroht, wie etwa die Märkische Allgemeine und der RBB berichteten. Auch der Elmshorner Felix Nieder wurde zur Zielscheibe, nachdem er öffentlich die AfD-Vorsitzende Alice Weidel kritisiert hatte. Doch er hat sich gewehrt.

Elmshorner kritisiert AfD-Vorsitzende Weidel

Es war im Rahmen der Diversitätswoche 2025 bei RTL. Damals hatte Nieder der AfD-Vorsitzenden Weidel unter anderem Doppelmoral vorgeworfen: „Sie ist selbst homosexuell und hat eine Partnerin mit Migrationshintergrund, macht sich aber zum Feigenblatt für eine Partei, die gegen beide Gruppen Hass schürt. Immer wenn wieder jemand aus der AfD homophobe Kommentare macht, schaut sie bewusst weg – und über den offen rechtsextremen Björn Höcke verweigert sie jede Aussage“, sagte Nieder damals.

https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/hasskommentare-gegen-elmshorner-nach-afd-kritik-taeter-verurteilt-50422909

Uetersener Straße zwei Tage gesperrt

Schwerlasttransport behindert Verkehr in Tornesch

In der Uetersener Straße ist nicht viel Platz zum Rangieren. Sie wird etwa 200 Meter südlich der Stelle gesperrt, an der dieses Foto entstand. (Archiv: Frank)

In der Uetersener Straße ist nicht viel Platz zum Rangieren. Sie wird etwa 200 Meter südlich der Stelle gesperrt, an der dieses Foto entstand. (Archiv: Frank)

Tornesch (jhf) Die Uetersener Straße wird am Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. April, in Höhe der Hausnummern 75 bis 87 gesperrt. Grund ist ein Schwerlasttransport, kündigte die Stadt Tornesch an. Sie stellte in der gesamten Straße Schilder mit absoluten Halteverboten auf, da das Spezialfahrzeug auch in der Breite Platz benötigt, um zur Baustelle zu kommen. Die Stadt fordert Bürgerinnen und Bürger auf: „Sollte Ihnen auffallen, dass dort jemand parkt, den Sie kennen, dann werden Sie gebeten, die Fahrzeugfahrer darauf aufmerksam zu machen, ihr Fahrzeug unverzüglich zu entfernen.“

Die Bushaltestelle an der Ecke Baßhorn, Uetersener Straße wird aber nicht verlegt. Der Autoverkehr wird über die Friedensallee, die Friedlandstraße und den Esinger Weg umgeleitet. Fußgänger und Radfahrer dürfen die Arbeitsstelle passieren.

https://www.holsteiner-allgemeine.de/versteckte-seiten/detailansicht-news/uetersener-strasse-zwei-tage-gesperrt.html

Helgoland im TV: DMAX dreht Doku über Deutschlands zäheste Insulaner

Das Filmteam war überall auf Helgoland unterwegs, um für die DMAX-Serie „Die Helgoländer“ zu drehen.
Das Filmteam war überall auf Helgoland unterwegs, um für die DMAX-Serie „Die Helgoländer“ zu drehen.Foto: DMAX

Auf nur einem Quadratkilometer Fels mitten in der Nordsee muss alles funktionieren, was sonst eine Großstadt leistet. Wie die Helgoländer diesen Spagat zwischen Tradition, Tourismus und harter Arbeit meistern, zeigt bald eine neue DMAX-Serie aus dem Kreis Pinneberg. Die Kameras laufen bereits.

Wer Helgoland nur als beschauliches Ausflugsziel kennt, täuscht sich. Auf dem knappen Quadratkilometer Fels, der zum Kreis Pinneberg gehört, findet sich eine Infrastrukturdichte, die normalerweise Großstädten vorbehalten ist. Eigenes Krankenhaus, Flughafen, Polizei, Feuerwehr und komplexe Logistikketten – all das muss auf engstem Raum perfekt ineinandergreifen. Damit das „Räderwerk Hochseeinsel“ niemals stillsteht, braucht es besondere Charaktere.

DMAX sucht Menschen für „Die Helgoländer“

Genau diese Menschen stehen im Mittelpunkt der neuen Serie „Die Helgoländer“ auf DMAX. Der private Fernsehsender, der sich mit seinen Inhalten gezielt an ein überwiegend männliches Publikum wendet, rückt häufig unkonventionelle Berufe und das Thema Handwerk in den Mittelpunkt – ein Raster, in das die logistischen Herausforderungen der Hochseeinsel exakt hineinpassen.

Ein Mikrokosmos auf engstem Raum

Entsprechend stehen in der Dokumentationsreihe „Die Helgoländer“ die Bewohner im Fokus, die oft mehrere Rollen gleichzeitig ausfüllen. Einer von ihnen ist Nils Hentschel: Er ist auf der Insel als Rettungsschwimmer, Handwerker und Feuerwehrmann in Personalunion im Einsatz. Auch Sven Köhn verkörpert diesen Helgoländer Verschlag: Er steuert die Dünenfähre, ist als Hummerfischer aktiv und führt als Kapitän das traditionelle Börteboot.

https://www.shz.de/lokales/pinneberg-schenefeld/artikel/dmax-doku-helgoland-dreharbeiten-fuer-die-helgolaender-gestartet-50510585